Islero

Sports car for four

Allgemeine Modellbiografie: Islero

Im März 1968 feierte der Islero (offiziell „Jslero“) auf dem Genfer Autosalon sein Debüt. Zwei Sitze, traditionelle GT-Linien, langgezogene Motorhaube und geräumiger Gepäckraum waren die Erkennungsmerkmale des Islero, der die ästhetische Weiterentwicklung des 400 GT darstellte und dessen Platz einnahm. Das mechanische Layout mit dem längs eingebauten V12-Frontmotor mit zwei oben liegenden Nockenwellen pro Zylinderbank und 4 Litern Hubraum blieb unverändert. Der Islero zeichnete sich durch Klappscheinwerfer und die höhergelegten hinteren Stoßfänger aus. 

Der komfortable, edel ausgeführte und extrem schnelle Islero mit seinem perfekten Fahrverhalten verkörperte die Vision von Ferruccio Lamborghini vom luxuriösen und leistungsstarken Sportwagen wie kein zweiter. Die Fahrzeugmontage wurde Carrozzeria Marazzi anvertraut, während Carrozzeria Bertone mit dem Pressen der Karosseriebleche beauftragt wurde. Insgesamt liefen 155 Islero und 70 Islero S vom Band. Letztere sind an den Lufteinlässen an den vorderen Kotflügeln sowie einem größeren Lufteinlass auf der Motorhaube erkennbar.

Design des Islero

Der Islero stellte mit seinen geraden, eckigen Formen eine stilistische Weiterentwicklung der typischen 60er-Rundungen des 400 GT dar. Der Islero markierte den Übergang zu einer kantigeren Formensprache, die das Automobildesign der 70er-Jahre prägte. Der Karosseriebau wurde in zwei Phasen abgewickelt: Nach dem Konkurs des Mailänder Karosseriebauers Carrozzeria Touring, der für das Design und die Produktion des 400 GT und 350 GT verantwortlich zeichnete, wurde Carrozzeria Bertone mit dem Pressen der Karosseriebleche beauftragt, die über die benötigten Maschinen und das Personal dafür verfügte, während die Endmontage bei Carrozzeria Marazzi erfolgte.

Technik des Islero

Der Islero ist eine direkte Weiterentwicklung des 400 GT. Um die Performance zu verbessern, wurde jedoch der Rahmen um 11,5 cm gekürzt und das Gewicht um 65 kg gesenkt. Der identische V12 mit knapp 4 Litern Hubraum, zwei oben liegenden Nockenwellen pro Zylinderbank und sechs Querstromvergasern leistete 340 CV bei 7000 Umdrehungen, die beim Islero S auf 350 CV bei 7500 U/min aufgestockt wurden.

Lifestyle des Islero

Durch seine Seltenheit schaffte es der Islero auch kaum auf die Leinwand oder in Illustrierte. Trotzdem ist sein Auftritt mit Roger Moore in „Ein Mann jagt sich selbst“ von 1970 und im Mehrteiler „Vedo Nudo“ des italienischen Regisseurs Dino Risi von 1969 eine Erwähnung wert. Der noch heute für seine Eleganz geschätzte Islero kann häufig bei diversen Concours d’Élégance bestaunt werden. Für seine herausragende Leistung und seinen hohen Komfort heißgeliebt wechselt er nur selten den Besitzer und ist schwer am Markt zu finden.