Lamborghini im Motorbootsport
1967
Ihre erste Bootstaufe feierten die Motoren von Lamborghini 1967, als sich Ferruccio Lamborghini eine Super Aquarama des Motorbootherstellers Riva mit zwei V12-Aggregaten ausstatten ließ, die zu dieser Zeit im 350 GT verbaut wurden. Doch erst Anfang der 80er-Jahre kamen die ersten Lamborghini-Motoren in Motorbootrennen zum Einsatz, die damals dank der enormen Medienresonanz sehr populär waren. Von seinem offiziellen Debüt 1984 bis ins Jahr 2007 holte Lamborghini 10 Weltmeistertitel sowie unzählige europäische und nationale Meisterschaften, was den Autobauer zum zweiterfolgreichsten Konstrukteur der Welt machte. Der Motorbootsport erwies sich wegen der deutlich härteren Nutzungsbedingungen als auf der Rennstrecke stets als ideale Bewährungsprobe für die Motoren. Lamborghini sah in dieser Disziplin die perfekte Bühne, um die Zuverlässigkeit und Leistung seiner Motoren zu demonstrieren.
Das Debüt in der Formel 1
1989Von 1989 bis 1993 produzierte Lamborghini Motoren für die Königsklasse des Rennsports. Für die Entwicklung und Konstruktion dieser Motoren gründete Lamborghini nur wenige Kilometer von Sant’Agata Bolognese entfernt die Tochterfirma Lamborghini Engineering mit eigenem Werk. Verantwortlich für den Formel-1-Saugmotor mit 12 Zylindern war Ing. Mauro Forghieri als Leiter von Lamborghini Engineering. In den insgesamt fünf Rennsportsaisonen stattete Lamborghini die Teams Larousse, Lotus, Minardi, Ligier und Modena Team mit seinen Motoren aus. Letzteres vertraute Lamborghini Engineering die komplette Fahrzeugentwicklung an.
Squadra Corse
2023Die Motorsportabteilung von Lamborghini feierte 2023 ihr 10-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung 2013 kann Lamborghini Squadra Corse auf eine sowohl in sportlicher als auch kommerzieller Hinsicht beeindruckende Erfolgsgeschichte zurückblicken.
2009, vier Jahre vor der Entstehung von Squadra Corse, gab der Lamborghini Super Trofeo in Europa sein Debüt. In den folgenden Jahren fasste die Markenmeisterschaft auch in Asien (2012) und Nordamerika (2013) Fuß. Angesichts des durchschlagenden Erfolgs war es nur logisch, ein ähnliches Projekt für GT3-Bewerbe auf Schiene zu bringen.
2014 kündigte Squadra Corse die Premiere des Huracán GT3 für die kommende Saison an. Gleich in der ersten der fünf Runden, die 2015 am Rennkalender der Blancpain GT Series standen, siegte das Fahrzeug unter der Regie des Grasser-Racing-Teams. Nur drei Jahre nach seinem Debüt gewann der Huracán GT3 die 24 Stunden von Daytona. Ein historischer Erfolg, der nicht einmal zwei Monate später vom Sieg im ebenso bedeutenden 12-Stunden-Rennen von Sebring getoppt wurde. Ein unfassbarer Triumph, der noch lange nicht zu Ende war: Auch in den folgenden beiden Jahren entschied der Bolide die 24 Stunden von Daytona für sich und konnte 2019 auch seinen Erfolg beim 12-Stunden-Rennen von Sebring wiederholen.
