Die Meilensteine von

Lamborghini

Geburtsstunde von Lamborghini

1963

Automobili Lamborghini wird am 7. Mai 1963 in Sant’Agata Bolognese gegründet. Im Oktober desselben Jahres feiert der von Franco Scaglione entworfene und vom Karosseriebauer Sargiotto gefertigte Prototyp 350 GTV auf dem Turiner Autosalon sein Debüt. Das Fahrwerk und der V12-Längsmotor mit 3497 cm3 Hubraum und zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinderbank sind hingegen das Werk von Ing. Giotto Bizzarrini.

Produktionsstart des 350 GT 

1964

1964 wird auf dem Genfer Autosalon der 350 GT, das erste Serienfahrzeug von Lamborghini, vorgestellt. Gegenüber dem GTV wartet dieses Modell mit einigen Verbesserungen auf. Für den technischen Part zeichnet Ing. Paolo Stanzani verantwortlich, der den nach wie vor auf dem 3,5-Liter-V12 von Bizzarrini basierenden Motor auf 270 CV trimmt. Die im Vergleich zum Vorjahresmodell überarbeitete Karosserie kommt von Carrozzeria Touring in Mailand.

Miura – das erste Supercar

1966

1966 feiert auf dem Genfer Autosalon der Lamborghini Miura sein Debüt, der den Namen einer berühmten spanischen Kampfstierrasse trägt. Das nunmehr auf 4,0 Liter vergrößerte V12-Aggregat ist ein quer eingebauter Mittelmotor, das Design stammt aus der Feder von Karosseriebauer Bertone. Das kühne und elegante Modell, das als erstes Supercar der Marke gilt, wird in drei Serien bis 1971 gebaut.

Ankunft des Espada und Islero

1968

1968 erweitert Lamborghini seine Modellpalette um den eleganten Espada, einen Viersitzer-Tourenwagen mit Frontmotor – ein weiteres Schmuckstück des Traumgespanns Stanzani-Bertone, das vom Concept Car Marzal, ebenfalls von Bertone, inspiriert ist. Im selben Jahr schlägt auch die Geburtsstunde für den Erben der 2+2-Sitzer 350/400 GT: Der Islero wartet mit einer noch futuristischer anmutenden Linienführung, versenkbaren Scheinwerfern und ebenfalls mit dem V12-Frontmotor auf.

Jarama – der V12 für die USA

1970

1970 feiert der Lamborghini Jarama sein Debüt, der vor allem für den US-Markt konzipiert ist und den Islero ersetzen soll. Mit seinen originellen, halb verdeckbaren Scheinwerfern und dem Fastback-Heck, bei dem Heckscheibe und Gepäckraum eine durchgehende Linie bilden, setzt er in Sachen Ästhetik noch einen drauf. Der V12 ist weniger sportlich als beim Miura, kommt aber trotzdem auf 325 CV.

Der Countach-Mythos wird geboren

1971

Und wieder ist der Genfer Autosalon Schauplatz für die Geburt eines der ikonischsten Lamborghini-Fahrzeuge aller Zeiten, das 1971 als Prototyp Countach LP500 sein Debüt feiert. Der Name Countach stammt aus dem piemontesischen Dialekt und ist ein Ausdruck des Erstaunens für die Formgebung und schnittigen Linien des Modells, das wiederum von Bertone entworfen wurde. 1973 geht das Modell als Countach LP400 mit einem 4,0-Liter-V12 in Produktion.

Ferruccio übergibt das Unternehmen

1972

1972 tritt Ferruccio Lamborghini 51 % der Firmenanteile an Georges-Henri Rossetti ab, um dem Unternehmen wirtschaftlich den Rücken zu stärken.

Urraco – der erste V8

1973

1973 erweitert Lamborghini sein Angebot um ein neues Modell und bringt das Sportcoupé Urraco mit Mittelmotor auf den Markt. Der brandneue und kompakte V8-Motor mit 2,5 Litern Hubraum wächst in den folgenden Jahren auf kraftvolle 3,0 Liter an. Für den italienischen Markt wird zudem eine 2,0-Liter-Version entwickelt.

Debüt des Countach LP400

1974

Ferruccio beschließt, seine Geschäftstätigkeit zu beenden und sich ins Privatleben zurückzuziehen. Das Unternehmen steht nunmehr unter der Leitung von Rossetti und Leimer, die den Fortbestand sicherstellen. Im selben Jahr wird das 1971 präsentierte Concept Car Countach mit dem Produktionsstart des Countach LP400 Wirklichkeit.

Silhouette – unter freiem Himmel

1976

1976 erlebt das Konzept des Urraco seine Neuauflage: Der Nachfolger Silhouette ist das erste „offene“ Serienfahrzeug aus Sant’Agata Bolognese, wobei die Wahl auf eine Targa-Konfiguration mit abnehmbarem Dach fällt. Das V8-Aggregat bleibt erhalten und die wegweisenden Designlösungen finden auch später noch Eingang in künftige Modelle.

Countach S – pure Leistung

1978

Fünf Jahre nach dem Debüt des Countach LP400 folgt mit dem LP400S die neue Supercar-Generation von Lamborghini. Der V12-Motor mit 4,0 Litern Hubraum und 375 CV bleibt unverändert, das Design wirkt jedoch dank Radlaufverbreiterungen für die größeren Pirelli-Reifen und dem ikonischen, optional erhältlichen Heckspoiler weitaus aggressiver.

Neuer Eigentümer

1981

Die Mimran-Gruppe übernimmt das Unternehmen und ermöglicht es Lamborghini dank der automobilbegeisterten Eigentümer, neue Modelle zu entwickeln und die Produktionskapazität zu steigern. Lamborghini etabliert sich unter dieser Führung erfolgreich in der Bootsmotorbranche und kann zahlreiche Weltmeistertitel erringen. Parallel dazu beginnt die Entwicklung des Countach-Nachfolgers, die das neue 8-Zylinder-Modell Jalpa hervorbringt. Darüber hinaus nimmt der SSUV LM002, der Vorläufer des aktuellen URUS, unter der Leitung von Mimran Form an.

Vorhang auf für den Jalpa

1981

Mit dem Jalpa 1981 setzt Lamborghini die Tradition, seine Modelle nach legendären Kampfstieren zu benennen, fort. Das neue Fahrzeug ist eine elegante Weiterentwicklung des Silhouette und ebenso wie dieser als Einsteigermodell mit abnehmbarem Dach konzipiert. Das Modell mit 3,5-Liter-V8-Aggregat ist zudem im Streifen Rocky IV unter der Regie von Sylvester Stallone zu sehen.

Countach 5000S

1982

1982 präsentiert Lamborghini mit dem Countach 5000S die nächste Ausbaustufe seines gefeierten Supercars, die diesmal mit einer weiterentwickelten Mechanik aufwartet. Der nunmehr mit elektronischer Zündung ausgestattete V12-Motor verfügt über einen auf 4,8 Liter erweiterten Hubraum und liefert dieselbe Leistung wie sein 4,0-Liter-Vorläufer, allerdings mit mehr Drehmoment. Auch das Getriebe ist überarbeitet und der Innenraum besticht durch eine edlere Ausstattung und mehr Komfort.

Countach Quattrovalvole

1985

1985 legt Lamborghini Hand an sein V12-Aggregat und bringt den Countach 5000 Quattrovalvole heraus. Der Hubraum wird auf 5,2 Liter gesteigert, die neuen Zylinderköpfe verfügen nun über vier Ventile pro Zylinder. Das Ergebnis sind 455 CV geballte Leistung (420 CV bei der Version mit Einspritzanlage). Auch das Außendesign erlebt mit charakteristischen Elementen wie der neuen Motorhaube und den 1988 eingeführten plakativen Seitenschwellern eine Aufwertung.

LM002 – der erste Geländewagen

1986

1986 lanciert Automobili Lamborghini den LM002, der den Super-SUVs (SSUV) von heute 20 Jahre voraus ist. Das auf dem militärischen Aufklärungsfahrzeug „Cheeta“ basierende Modell ist nicht nur luxuriös ausgestattet, sondern dank dem vom Countach übernommenen V12-Aggregat auch nicht zu bremsen. Mit seinem Allradantrieb ist eine atemberaubende Performance unter allen Bedingungen garantiert.

Chrysler und Lamborghini

1987

Unter der Führung des damaligen Chrysler-CEO, Lee Iacocca, übernimmt der US-amerikanische Hersteller Lamborghini von der Mimran-Gruppe, um die italienische Marke zum Aushängeschild des Konzerns zu machen. Unter der Regie von Chrysler wird das Diablo-Projekt fertiggestellt und Lamborghini feiert sein Debüt in der Formel 1, zuerst als Motorhersteller und später mit einem eigenen Team.

Diablo – neuer Rekordhalter

1990

1990 überlässt der Countach nach fast 20 Produktionsjahren dem Supercar Diablo das Feld, das die Automobilgeschichte der 90er-Jahre prägen wird. Mit dem Diablo wächst der legendäre V12 auf 5,7 Liter Hubraum und die Höchstgeschwindigkeit auf über 320 km/h an. 2900 Exemplare, einschließlich der Roadster-Version mit Schiebedach, werden von diesem Modell vom Band laufen.

Übernahme durch Megatech

1994

Aus internen strategischen Gründen beschließt der Chrysler-Konzern, Lamborghini an die indonesische Holding Megatech abzutreten, die bis 1998 die Mehrheitsbeteiligung hält. Unter den verschiedenen Kaufanwärtern, die sich für das technische Know-How und die Kompetenz des Autobauers aus Sant’Agata interessieren, sticht die Audi-Gruppe hervor, die schließlich das Rennen macht.

Eingliederung in die Audi-Gruppe

1998

1998 wird Lamborghini von der VW-Konzernmarke Audi übernommen. Durch die Unterstützung des deutschen Unternehmens, das für seine erstklassige Qualität und Spitzentechnologie bekannt ist, stehen dem Autobauer aus Sant’Agata Bolognese nunmehr breite Ressourcen und fortschrittliche Technologien offen, um seine führende Position unter den Supersportwagenherstellern zu festigen. Das erste Produkt unter neuer Führung ist die dritte Modellserie des Diablo, die mit einem überarbeiteten Design und einem auf 6,0 Liter erweiterten Motor aufwartet.

Murciélago und Standorterweiterung

2001

Das erste brandneue Fahrzeug aus der Audi-Volkswagen-Ära ist der 2001 lancierte Murciélago, benannt nach dem berühmten Kampfstier, dem Torero Rafael Molino nach einem epischen Stierkampf das Leben schenkte. Das nach wie vor von einem V12-Aggregat angetriebene Modell, das nunmehr über serienmäßigen Allradantrieb verfügt, stammt aus der Feder von Luc Donckerwolke, der bereits für das Diablo-Facelift verantwortlich zeichnete. Im selben Jahr erweitert Lamborghini erstmals seinen Firmenstandort, um seine Produktionskapazität und Präsenz auf den internationalen Märkten zu konsolidieren.

Gallardo und das Centro Stile

2003

2003 erhält Lamborghini mit der Ankunft des brandneuen V10-Allrad Gallardo eine zweite Modellreihe. Der kompakte und leistungsstarke Zweisitzer ist der perfekte Erbe für seine Vorgänger Urraco, Silhouette und Jalpa und wird unmittelbar zum internationalen Kassenschlager. Auch die interne Design-Abteilung Centro Stile Lamborghini, die mit ihren innovativen Lösungen die einzigartige und unverkennbare Identität der Marke festigt, feiert in diesem Jahr Eröffnung.

Eröffnung des Verbundwerkstoffzentrums

2007

2007 wird im Rahmen der FE-Abteilung das Entwicklungszentrum für Verbundwerkstoffe gegründet, das sich mit der Erforschung innovativer Materialien und der Entwicklung neuer technologischer Carbonfaser-Lösungen befasst. Lamborghini hat diesen Weg bereits 20 Jahre zuvor mit dem Concept Car Countach Evoluzione eingeschlagen und das Fundament für kontinuierliche Fortschritte auf dem Gebiet der Verbundwerkstoffe gelegt, auf dem das Unternehmen heute führend ist.

Aventador – der Gipfel des V12

2011

Das Fahrzeug, das den vielgeliebten Murciélago beerbt, gibt 2011 unter der Bezeichnung Aventador LP 700-4 sein Debüt. Mit seinem Carbonfaser-Chassis, einem neuen V12-Mittelmotor mit 700 CV und seiner herausragenden Performance wird er zum neuen Aushängeschild der Marke, das Leistung, technische Innovation und futuristisches Design in sich vereint.

Die Huracán-Revolution

2014

Der 2014 lancierte neue Huracán – Erbe des Gallardo und künftige Ikone des Autobauers aus Sant’Agata Bolognese – wartet mit einem 610 CV starken V10 gepaart mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb auf. Der Huracán verfügt über ein leichtes Hybrid-Chassis aus Carbonfaser und Aluminium und eine Fahrdynamik der Spitzenklasse. Das puristische Fahrzeug mit klarer Formgebung ist erstmals mit Voll-LED-Beleuchtung ausgestattet.

Lamborghini wird CO2-neutral

2015

2015 erreicht Lamborghini mit der Zertifizierung „CO2-neutral“ für das Werk in Sant’Agata Bolognese einen wichtigen Meilenstein, der das Engagement der Marke für ökologische Nachhaltigkeit unter Beweis stellt. Im selben Jahr wird der Lamborghini Polo Storico gegründet, der sich mit der Pflege und Erweiterung des Unternehmensarchivs sowie der Zertifizierung und Restaurierung historischer Lamborghini-Modelle befasst.

Urus – der erste Super SUV

2018

2018 präsentiert Lamborghini mit dem Urus das erste Super Sport Utility Vehicle (SSUV) der Welt. Das von einem V8-Biturbo-Motor mit 650 CV angetriebene Offroad-Fahrzeug besticht durch sein kühnes Design und seine herausragende Geländetauglichkeit. Der Urus, der eine Erweiterung der Modellpalette und des Produktionsstandorts mit sich bringt, vereint den sportlichen Spirit von Lamborghini mit der Vielseitigkeit eines SUV, definiert das Segment der Luxusfahrzeuge neu und wird zum neuen Verkaufsschlager der Marke.

Eröffnung des Paintshop

2019

2019 eröffnet Lamborghini für den Super-SUV Urus seinen neuen Paintshop, eine fortschrittliche Lackieranlage, die modernste Technologien und Nachhaltigkeit vereint. Handwerkskunst gepaart mit Digitalisierung sorgt für höchste Qualität und nahezu unendliche Personalisierungsmöglichkeiten und stellt das Engagement der Marke für Spitzenleistungen und Liebe zum Detail erneut unter Beweis.

Direzione Cor Tauri

2021

Automobili Lamborghini bringt seinen Strategieplan „Direzione Cor Tauri“, der die Dekarbonisierung der Modelle und des Produktionsstandorts in Sant’Agata Bolognese anstrebt, auf Schiene. Das in mehrere Phasen gegliederte Programm hat die Elektrifizierung der gesamten Modellpalette bis 2024 sowie die Einführung eines vollelektrischen Modells in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts zum Ziel. Höchste Performance und die Treue zur DNA der Marke haben dabei nach wie vor Priorität.

Revuelto – der erste HPEV

2023

Zwölf Jahre nach dem Aventador präsentiert Lamborghini 2023 den Revuelto, das erste Plug-in-Hybrid-Supercar mit dem Kürzel HPEV: High Performance Electrified Vehicle. Der legendäre V12-Saugmotor legt in Verbindung mit drei Elektromotoren eine atemberaubende Leistung von 1015 CV auf den Asphalt und ist so nachhaltig wie noch nie. Der Revuelto läutet eine neue Ära bei Lamborghini ein und stellt die perfekte Verschmelzung von Tradition und technologischer Innovation dar.

URUS SE und Temerario

2024

2024 bringt Lamborghini gleich zwei Modelle auf den Markt: den Urus SE als Plug-in-Hybrid-Version des allseits beliebten Super-SUV und den Temerario. Letzterer nimmt den Platz des Huracán ein und ist mit einem V8-Hybrid-Biturbo mit 920 CV ausgestattet. Beide Modelle setzen neue Maßstäbe bei Performance, Fahrspaß und Komfort und bleiben dem unverkennbaren Design von Lamborghini treu.