Das 1963 von Ferruccio Lamborghini gegründete Unternehmen ist zu einer der bekanntesten und begehrtesten Fahrzeugmarken der Welt aufgestiegen.
Die Automobilfirma war bereits das dritte erfolgreiche Geschäftsvorhaben von Ferruccio. Der gelernte Mechaniker baute zunächst Militärfahrzeuge zu effizienten Traktoren um, die zu den besten der Branche zählten. Anschließend erweiterte er in den 50er-Jahren die Produktion um Heiz- und Kühlsysteme, bevor er sich – zweifellos getrieben von den zahlreichen Sportwagen, die er zu dieser Zeit besaß, – der Automobilindustrie zuwandte.
Sein erstes Modell war das Concept Car 350 GTV, gefolgt vom 350 GT nur wenige Monate später. Dank V12-Motor, der ursprünglich für den Rennsport konzipiert wurde, gelang mit dem 350 GT ein spektakulärer Einstieg in die Welt der Automobile. Der 2+1-Sitzer mit zentral verbautem Einzelsitz hinter den beiden Vordersitzen war eine echte Designschönheit. Mit seiner an die damaligen, fortschrittlichen Grand-Prix-Aggregate angelehnten Motortechnik, dem 5-Gang-Getriebe und der Einzelradaufhängung war er seiner Zeit weit voraus.
Es folgte der 400 GT, mit dem Ferruccio sich den Traum eines Autos für Familienmenschen erfüllte. Verpackt in einem ansprechenden, schlanken Design fanden sich eine 2+2-Konfiguration, eine höhere Dachlinie im Heckbereich für mehr Komfort der Fondinsassen und ein geräumiger Gepäckraum.
Verschiedene Nachfolgemodelle, die dieselbe Vorgabe erfüllten, sicherten Lamborghini seine einzigartige Position am Markt, doch dann kam mit dem Miura 1966 das erste einer langen Reihe von „Supercars“. Auch wenn das Mittelmotor-Layout einige technische Herausforderungen mit sich brachte, war das Fahrzeug doch perfekt ausbalanciert und eine wahre Augenweide.
Lamborghini wurde für den V12-Motor berühmt und dennoch eröffnete Ferruccio Lamborghini eine zweite Produktionslinie mit einem atemberaubenden V8. Mit dem Urraco von 1970 und später den Silhouette- und Jalpa-Modellen brachte er kleinere und leichtere Fahrzeuge auf den Markt, die immer noch jede Menge Fahrfreude boten.
Der V12 blieb jedoch bis zum 1990 lancierten Diablo der Motor der Wahl. Der muskulöse Zweisitzer war mit einem brandneuen V10-Aggregat ausgestattet und wurde später unter dem neuen Eigentümer Audi, unter anderem durch die Einführung eines Allradantriebs, weiterentwickelt. Ohne Hand an das Originaldesign zu legen, verbesserte der deutsche Automobilhersteller nur das, was bereits vorhanden war, und sicherte dem Diablo rasche Erfolge auf Straße und Rennstrecke.
Es folgten der Gallardo und der Huracán, die beide mit V10-Motoren ausgestattet waren. Mit dem Huracán und seiner Rennsportabteilung Lamborghini Squadra Corse setzte Lamborghini 2015 offiziell einen Fuß in die Welt des Kundenmotorsports. Der Erfolg auf der Rennstrecke war ebenso durchschlagend wie auf der Straße und geht bis heute mit der erstmals 2024 erfolgten Le-Mans-Teilnahme in der Topklasse weiter.
Die Markteinführung des Urus, eines der bis heute kraftvollsten SUVs, bescherte der Marke eine weitere Umsatzsteigerung. Er war jedoch nicht der erste SUV des Unternehmens. Dieser Titel gebührt dem LM002, der damals mit dem neuesten Motor des Countach ausgestattet und, typisch für Lamborghini, der Konkurrenz um Jahre voraus war. Der 2023 lancierte Revuelto war das allererste Hybrid-Serienfahrzeug von Lamborghini, das begeistert aufgenommen wurde. Trotz des neuen Antriebsstrangs ist der Revuelto nach wie vor tief mit den Wurzeln des Unternehmens verbunden und mit einem brandneuen V12-Motor ausgestattet. 2024 folgten mit dem Urus SE der erste Hybrid-SUV sowie der Supersportwagen Temerario. Jede dieser Modellneuheiten ist der Vision des Unternehmensgründers, schnelle, schöne und begehrenswerte Fahrzeuge zu produzieren, treu geblieben.
